Arbeitsloser soll sich für Job waschen

Backlash runde zwei: Hat das einen Aufruhr gegeben, als der Beck zu einem ihn anpöbelnden Betrunkenen sagte waschen und rasieren Sie sich, dann können Sie auch `nen Job bekommen. Beck wurde attackiert bis zum geht nicht mehr, man könne doch nicht das Aussehen für die Arbeitslosigkeit verantwortlich machen und anstatt Arbeitslose zu beleidigen, müsse man noch mehr für sie tun... Die ganze Palette. Aber, liebe Leser, habt ihr den betreffenden Arbeitslosen, zu dem Beck gesprochen hat, mal gesehen? Fettig, dreckig, schlecht gekleidet, welcher Arbeitgeber möchte SO einen Kerl anstellen? Sicher, man kann nicht einfach nach dem Aussehen gehen, aber es dürfte wohl klar sein, dass man als Arbeitgeber lieber einen sauber gekleideten, gepflegten Menschen einstellt als einen, den man für sonstwas halten könnte. Und es sollte auch klar sein, dass die Frage der Arbeitssuche ein Spiel für zwei ist: 1x müssen natürlich die Verantwortlichen in der Politik, Verwaltung und Wirtschaft etwas dafür tun, dass Arbeitslose wieder einen Job erhalten. Zum zweiten aber sind auch die Arbeitslosen selbst gefordert. Sie müssen, wenn sie einen annehmbaren Job bekommen können, sich auch entsprechend benehmen, sie müssen pünktlich zur Bewerbung bereit sein, sauber, ordentlich gekleidet, höflich... Die beste Jobhilfe nützt nichts, wenn der Arbeitslose gar keine Arbeit will. Die meisten suchen Jobs und haben viele Bewerbungen abgeschickt, aber die meine ich hier auch nicht, diese müssen nur noch mehr unterstützt werden. Ich meine die, die einem möglichen Arbeitgeber das Gefühl geben, dass sie bloß bei der Bewerbung sind, weil ihnen sonst ihre Stütze gekürzt wird. Ich plädiere dafür, dass derartiges Verhalten nicht mehr durchgehen sollte! Wenn jemand nicht arbeiten WILL, dann sollte er auch nicht mehr als das Nötigste von der Gesellschaft bekommen, denn schließlich gibt er ihr ja auch nichts zurück. Wäre ich in einer Entscheidungsposition, würde ich folgendes verfügen: ein Arbeitsloser wird gut eingekleidet, herausgeputzt und unterstützt. Dann begleitet ihn jemand von der Arbeitsagentur (klar, dort sind zu wenig Leute, da könnten gleich die ersten Tausend eingestellt werden) zur Bewerbung und wohnt ihr bei. Macht der Arbeitslose seine Sache gut und bekommt den Job, dann ist alles in Ordnung, macht er seine Sache gut und bekommt ihn nicht, okay, dann kann man ihm keinen Vorwurf machen. Zeigt er aber durch sein Verhalten deutlich, dass er keine Arbeit will, dann sollte meiner Meinung nach ihm je nachdem, wie oft er verweigert, die Leistungen gekürzt werden, bis er z.B. kein Bargeld mehr bekommt, sondern nur noch Bongs. Das eingesparte Geld könnte für jene verwendet werden, die wirklich Arbeit suchen, dies wäre wirklich fair, nicht das in einen Topf werfen aller Arbeitsloser und das sich bereichern lassen der faulen Arbeitslosen! Wenn ich in die Position kommen sollte, dann werde ich mich jedenfalls für genau diese Regelungen einsetzen, sie sind fair und effektiv!

17.12.06 21:01

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stahni / Website (18.12.06 22:25)
Ach ja. Ich halte die Kritik an Herrn Beck für gerechtfertigt und seine Aussage zeigt einfach wie die Spitze der SPD denkt. Waru sehen denn manche HartzIV-Empfänger "asozial" aus, wie es der Volksmund so schön umschreibt? Vielleicht liegt es ja daran, dass wenn ich schon in der 2ten oder 3ten Generation in Arbeitslosigkeit mich irgendwann mal entspart habe? Oder das der Warenkorb für einen HartzIV-Empfänger vorne und hinten nicht reicht. Vll. zum Überleben aber bestimmt nicht zum leben.
Deine Vorschläge klingen auch so toll, aber wie subjektiv es ist zu bewerten ob sich jemand bemüht hat oder nicht ist dir noch nicht in den Sinn gekommen, oder das die Bildung teilweise auch einfach so mies und ungerecht ist, dass arme Leute sowieso benachteiligt bleiben, was auch in diversen Studien mehrfach belegt wurde. Ich will nicht die rund 5% in Schutz nehmen die zu unrecht Leistungen beziehen, aber 5% sind bestimmt nicht der Grund warum die Kassen leer sind, warum die Arbeitslosigkeit hoch bleibt. Hier wird ganz böse in alte Stereotypen reingehauen, die aber das Kernproblem nicht einmal tangieren.


Backlash (19.12.06 21:19)
Hallo, zu erst einmal: Ich find Hartz4 auch blödsinn, keine Frage! Mir geht es eigentlich hier auch wirklich nur um diejenigen Arbeitslosen, welche wirklich nicht arbeiten WOLLEN obwohl sie es KÖNNTEN, es geht mir nicht um diejenigen, die verzweifelt einen Job suchen. Diese Leute müssen unterstützt werden, viel mehr als bisher! Auch mit dem Geld, das man bei den faulen Kerlen spart, das ist nur gerecht, finde ich. Was diese ganzen Sachen mit Bildung, Arme sowieso benachteiligt und Co. angeht, die sehe ich nicht als hieb- und stichfeste Entschuldigungen an. Nicht umsonst gibt es freihe Schulen in unserem Land, wo jedermann hingehen kann, falls nötig auch alles bezahlt bekommt und die Schulaufgaben sind extra so berechnet, dass man sie als Schüler allein lösen kann, ohne die Eltern fragen zu müssen, ich spreche da aus Erfahrung.
Arbeit ist immer ein Spiel für zwei, einmal gibt es den Staat, der dabei helfen soll (mehr als bisher) die Arbeit zu beschaffen und zum zweiten gibt es denjenigen, der die Arbeit auch annehmen muss, wenn sie zumutbar ist. Es geht nicht an, dass man Jobs als Verkäufer oder Mitarbeiter im Gartencenter am laufenden Band ablehnt, nur weil man sich zu fein dafür ist. Jobs müssen geschaffen werden und wenn sie geschaffen sind, dann müssen sie auch angenommen werden.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen