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Investivlohn

Hallo, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Backlash. Aufgrund meiner bisherigen Ausgaben könnte man ja glauben, dass ich grundsätzlich über Ideen von Politikern meckere. Aber das ist Quatsch, eine der neuesten Ideen, nämlich die des Investivlohns, finde ich klasse! Natürlich nur, wenn sie richtig umgesetzt wird. Fangen wir mal an, die Idee des Investivlohns ist, dass die Angestellten eines Unternehmens zusätzlichen Lohn erhalten, wenn das Unternehmen Gewinn macht, Beispiel: man bekommt einen Festlohn von 1200€ und weil das Unternehmen gut Kasse macht, gibt es noch 300€ extra. Das ist tatsächlich kein übler Plan, die Vorteile liegen klar auf der Hand, so wie ich das sehe. 1. Wenn die Angestellten(ich unterscheide übrigens nicht zwischen Angestellten und Arbeitern) wissen, es gibt bei steigendem Gewinn auch mehr Lohn für sie, werden sie bestimmt auch mit mehr Freude und Tatkraft an ihre Arbeit gehen. Das bedeutet, dass das Unternehmen seinen Gewinn um ein beträchtliches steigern kann, ohne das die vergleichsweise kleineren Lohnextrazahlungen den Gewinn groß schmälern. Mit anderen Worten, ein Teil unserer Wirtschaft verbessert sich erheblich. 2. Die Menschen selbst haben mehr Geld in der Hand, können sich daher ein besseres Leben ermöglichen, mal wieder in den Urlaub fahren, für wichtige Dinge wie das Studium sparen oder einfach schon lange gewollte Anschaffungen vornehmen(was auch wieder der Wirtschaft zu Gute kommt, als kleine Info am Rande für die Wirtschaftsleute). Insgesamt denke ich, dass der Investivlohn die Wirtschaft und den Lebensstandard enorm verbessern könnte, wovon alle etwas haben. Dennoch will das How-To überlegt sein. Es gibt ja z.B. Überlegungen, den Angestellten ihren Zusatzlohn in Aktien auszuzahlen, was aber etwas heikel ist, denn sollten die Aktien ihren Wert verlieren, dann lösen sich auch die neu bekommenen Gelder in Luft auf und alles ist wie vorher. Nein, ich denke, man sollte sich auf andere Arten verlegen, etwas gutes wäre vielleicht, den Zusatzlohn direkt auszuzahlen oder, je nachdem, wie die Angestellten es gerne haben mögen, das zusätzliche Geld für das Alter aufzusparen. Aber natürlich gibt es auch wieder Schwarzseher, heute las ich in der Zeitung, dass einige Personen glauben, der Investivlohn vernichte Arbeitsplätze, da Unternehmen Lohn und Arbeiter grundsätzlich als Kostenfaktor ansehen. Ich denke, die Verantwortlichen sollten von der Idee runterkommen, denn Tatsache ist doch, dass ein Unternehmen ohne Menschen nicht funktionieren würde, so weit sind wir noch nicht. Und Tatsache ist auch, dass Unternehmen nur dann Gewinn machen können, wenn sie etwas verkaufen, an zahlende Kunden. Wer macht den größten Anteil an Kundschaft aus? Genau, die Angestellten! Wenn diese nicht anständig bezahlt werden, dann können sie auch nichts kaufen und die Unternehmen keinen Gewinn erzielen. Sieht man sich jetzt mal die andere Möglichkeit an, ihnen mehr Geld zu geben, wenn es den Unternehmen gut geht, dann werden sie das mit Sicherheit nicht irgendwo horten, sondern sie werden es wieder für die Produkte, die sie hergestellt haben, ausgeben. Ein anständiger Gewinn ist nur bei anständiger Bezahlung möglich! Meiner Meinung nach wird der Investivlohn, richtig angepackt, eine Menge Gutes für unsere Gesellschaft, unseren Lebensstandard und unsere Wirtschaft bringen.

1 Kommentar 3.12.06 18:49, kommentieren

Glaubenskriege

Hallo, wieder einmal ist es Zeit für Backlash. Vor dem Hintergrund der wachsenden Glaubenskonfrontationen halte ich es für gerechtfertigt, auch dazu mal etwas zu sagen. Hauptsächlich spielt sich ja der Kampf zwischen Christentum, Islam und zum Teil noch Judentum ab. Immer wieder die alte, lasche Frage, wer betet Gott richtig an, welche Religion ist besser, wen hat Gott lieber? An alle durchgedrehten Fanatiker da draußen, ihr solltet euch mal was klar machen. Ich denke, es interessiert Gott nicht im geringsten, ob ihr dauernd in die Kirche und zur Beichte lauft, ob ihr euch ein paarmal am Tag auf den Boden schmeißt oder sonst was tut. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann geht es bei allen großen Religionen im Grunde um Liebe, um Hilfe gegenüber seinen Mitbewohnern auf diesem Planeten, es geht einfach darum, Gutes zu tun. Moslem, Jude, Christ, völlig belanglose Worte, von einfachen Menschen erfundene Worte. Was einzig und allein zählt sind die Handlungen der Menschen. Ich denke, Gott schaut nicht darauf, ob jemand Christ oder Moslem heißt, sondern er schaut darauf, wie man sich verhalten hat, ob man gut zu seinen Mitmenschen, zu Tieren und Pflanzen war (denn auch sie gehören zu den Lebewesen). Das ist der springende Punkt. Hat man jemandem, der Hilfe brauchte, geholfen, hat man Leidenden Gutes getan, Trauernde getröstet usw. Es muss nochmal wiederholt werden, der Punkt ist nicht, welcher Religion man angehört, das Essentielle ist, wie man sich verhält. Wenn man ein guter Mensch gegenüber den anderen Lebewesen ist, dann macht es nicht den geringsten Unterschied, wie man sich nennt. Wir müssen mit diesem Schwachsinn aufhören, uns gegenseitig wegen Glaubensfragen zu bekriegen, die Energie, die dabei nutzlos verloren geht, könnte man in die Lösung der wirklichen Probleme wie gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Armut stecken, anstatt sie in sinnlosen Glaubenskämpfen zu vergeuden. Warum sollten Muslime, Christen, Juden und alle Anderen, die gute Menschen sind, nicht zusammen arbeiten können, nicht zusammen gut sein und meinetwegen auch auf ihre Weise ihrem Herrn dienen können? Mir persönlich macht es nichts aus, zusammen mit Menschen aus anderen Religionen etwas zu unternehmen und zusammen zu beten. Noch einmal (man kann es nicht oft genug wiederholen), es macht keinen Unterschied, ob man sich Muslim, Christ oder sonstwie nennt, es macht keinen Unterschied, ob man aus dem Christentum oder dem Islam kommt, das einzig Wichtige ist, das man gut zu seinen Mitlebewesen ist. Der wahre Glaube ist, gut zu andere Lebewesen zu sein, dann tut man wirklich, denke ich, was dem Herrn gefällt.

10.12.06 00:27, kommentieren

Schuldkult

Und wieder einmal ist es Zeit für Backlash ... Für dieses Mal hab ich mir das Thema ausgesucht, das Nitzsche das Genick gebrochen hat. Zur Erinnerung: Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Sachsen hatte im Sommer in Bezug auf den Umgang mit der deutschen Vergangenheit in Sachen Nationalsozialismus von einem Schuldkult gesprochen. Daraufhin und auch wegen seiner wirklich dummen Äußerungen, die Berliner Regierung um Wowereit als schwule Multikultis zu bezeichnen, wurde er scharf angegriffen, als Rechtsradikaler bezeichnet und schließlich zur Niederlegung seines Kreisvorsitzes und dem Austritt aus der Partei gedrängt. Soweit so gut, nun zur Bewertung: Die Bezeichnung der Berliner als schwule Multikultis war bescheuert, keine Frage. Sowas tut man, nicht nur aus Klugheit, sondern weil sich sowas einfach nicht gehört, das widerspricht jeglichen Regeln des guten Umgangs miteinander. Die andere Sache ist es, auf die ich hinaus möchte, der Schuldkult. Meine Ansicht ist, das Nitzsche damit durchaus recht hat. Manchmal hab ich das Gefühl, dass uns eingeredet werden soll, das die Deutschen auf ewig verflucht sein sollen, wegen den schrecklichen Taten der Nationalsozialisten. Die Politiker sagen es, die Menschenrechtsorganisationen sagen es, andere Staaten sagen es... Die Konsequenz, die daraus gezogen wird, ist die, dass ein Deutscher, der kritisiert, manche Ausländer, die hier herkommen, würden uns bloß abzocken wollen, gleich ein böser Nazi ist. Warum? Weil die Nazis damals alle Nichtdeutschen als minderwertig empfanden und sie töteten oder sonstwas schlimmes mit ihnen anstellten.  Wenn ein Deutscher das Vorgehen der Israeliten kritisiert, dann wird er ebenfalls schon wieder angegriffen, weil diese hier aufgrund ihrer furchtbaren Erlebnisse eine Art Freischein besitzen. Warum? Ja, deutsche Vergangenheit, unzählige Juden wurden getötet. Versteht mich bitte nicht falsch, es liegt mir fern, die Taten der Nazis zu verharmlosen, was diese getan haben, war die mieseste Nummer, die es in Deutschland je gab und es macht mich wütend, weil ich genau weiß, dass ein echter Deutscher ein netter Kerl ist, er ist hilfsbereit, arbeitssam, freundschaftlich und verlässlich (und es interessiert ihn einen verfaulten Apfel, wie sein Freund aussieht oder was der glaubt, wenn er nur ein guter Mensch ist). Aber ich finde es einfach schwachsinn, für etwas geradestehen zu müssen und ewig für etwas Nachteile zu haben, was nicht mal mehr mein Großvater begangen hat und wogegen ich gekämpft hätte. Ich sehe nicht ein, warum ich ein Rechter bin, wenn ich mich von einem Ausländer der betrügerischen Sorte (man erinnere sich an einen vorigen Beitrag, wo ich klar zwischen guten und nicht guten Ausländern unterschieden hab) nicht weiter abziehen lassen möchte. Und ich sehe es auch nicht ein, warum ich ein Rechter sein soll, wenn ich das Vorgehen der Israelis gegenüber den Palästinensern kritisiere. Erklär mir das bitte mal einer!  Rechte sind diese dummen Glatzköpfe, die zwar kaum ihren eigenen Namen schreiben, dafür aber ,,Ausländer raus" brüllen können, ohne das sie überhaupt richtig kapieren, was sie da schreien.  Diese Idioten sollten sich schämen, aber doch nicht die normalen Deutschen. Wir müssen endlich mal damit aufhören, uns immer für etwas schuldig zu fühlen bzw. uns die Schuld für etwas einzureden, was der Großteil unserer Bevölkerung gar nicht verschuldet hat und bei dem selbst unsere alten Mitbürger oft noch Kinder oder junge, unerfahrene Menschen waren. Mit der Mentalität, das wir immer dafür gerade stehen müssen, verbauen wir uns alles und sie ist Schwachsinn. Ich jedenfalls fühle mich nicht für die Verbrechen der Nazis schuldig, ganz einfach deshalb, weil ich nie an ihnen beteiligt war und ich denke, auch alle anderen, die niemals die Verbrechen der Nazis begangen haben, brauchen sich nicht schuldig fühlen. Dieser Mantel muss abgeworfen werden und wir sollten wieder ein vernünftiges, normales Verhältnis zu den Angehörigen anderer Nationen und Glaubensrichtungen bekommen, dies ist das Beste für alle, ohne unsinniges fertigmachen von sich selbst!
 

17.12.06 20:44, kommentieren

Arbeitsloser soll sich für Job waschen

Backlash runde zwei: Hat das einen Aufruhr gegeben, als der Beck zu einem ihn anpöbelnden Betrunkenen sagte waschen und rasieren Sie sich, dann können Sie auch `nen Job bekommen. Beck wurde attackiert bis zum geht nicht mehr, man könne doch nicht das Aussehen für die Arbeitslosigkeit verantwortlich machen und anstatt Arbeitslose zu beleidigen, müsse man noch mehr für sie tun... Die ganze Palette. Aber, liebe Leser, habt ihr den betreffenden Arbeitslosen, zu dem Beck gesprochen hat, mal gesehen? Fettig, dreckig, schlecht gekleidet, welcher Arbeitgeber möchte SO einen Kerl anstellen? Sicher, man kann nicht einfach nach dem Aussehen gehen, aber es dürfte wohl klar sein, dass man als Arbeitgeber lieber einen sauber gekleideten, gepflegten Menschen einstellt als einen, den man für sonstwas halten könnte. Und es sollte auch klar sein, dass die Frage der Arbeitssuche ein Spiel für zwei ist: 1x müssen natürlich die Verantwortlichen in der Politik, Verwaltung und Wirtschaft etwas dafür tun, dass Arbeitslose wieder einen Job erhalten. Zum zweiten aber sind auch die Arbeitslosen selbst gefordert. Sie müssen, wenn sie einen annehmbaren Job bekommen können, sich auch entsprechend benehmen, sie müssen pünktlich zur Bewerbung bereit sein, sauber, ordentlich gekleidet, höflich... Die beste Jobhilfe nützt nichts, wenn der Arbeitslose gar keine Arbeit will. Die meisten suchen Jobs und haben viele Bewerbungen abgeschickt, aber die meine ich hier auch nicht, diese müssen nur noch mehr unterstützt werden. Ich meine die, die einem möglichen Arbeitgeber das Gefühl geben, dass sie bloß bei der Bewerbung sind, weil ihnen sonst ihre Stütze gekürzt wird. Ich plädiere dafür, dass derartiges Verhalten nicht mehr durchgehen sollte! Wenn jemand nicht arbeiten WILL, dann sollte er auch nicht mehr als das Nötigste von der Gesellschaft bekommen, denn schließlich gibt er ihr ja auch nichts zurück. Wäre ich in einer Entscheidungsposition, würde ich folgendes verfügen: ein Arbeitsloser wird gut eingekleidet, herausgeputzt und unterstützt. Dann begleitet ihn jemand von der Arbeitsagentur (klar, dort sind zu wenig Leute, da könnten gleich die ersten Tausend eingestellt werden) zur Bewerbung und wohnt ihr bei. Macht der Arbeitslose seine Sache gut und bekommt den Job, dann ist alles in Ordnung, macht er seine Sache gut und bekommt ihn nicht, okay, dann kann man ihm keinen Vorwurf machen. Zeigt er aber durch sein Verhalten deutlich, dass er keine Arbeit will, dann sollte meiner Meinung nach ihm je nachdem, wie oft er verweigert, die Leistungen gekürzt werden, bis er z.B. kein Bargeld mehr bekommt, sondern nur noch Bongs. Das eingesparte Geld könnte für jene verwendet werden, die wirklich Arbeit suchen, dies wäre wirklich fair, nicht das in einen Topf werfen aller Arbeitsloser und das sich bereichern lassen der faulen Arbeitslosen! Wenn ich in die Position kommen sollte, dann werde ich mich jedenfalls für genau diese Regelungen einsetzen, sie sind fair und effektiv!

2 Kommentare 17.12.06 21:01, kommentieren

Todesurteil gegen Saddam Hussein

Und wieder einmal ist es Zeit für Backlash, die letzte Ausgabe dieses Jahr (schon mal allen einen guten Rutsch ). Obwohl es natürlich immer viele interessante Themen zu besprechen gibt, kann ich nicht alles bereden, leider... Dieses Mal habe ich mich für das Todesurteil gegen den Ex-Boss im Irak, Saddam Hussein, entschieden. Fassen wir nochmal kurz zusammen: 2003 marschierten die USA und ihre berühmte Koalition der Willigen(übrigens widerrechtlich!) in den Irak ein, der damals vom Diktator Saddam Hussein regiert wurde. Der Ausgang dieses Kampfes war von vornherein abzusehen, Hussein und seine Truppen wurden besiegt, er selbst floh und wurde kurze Zeit später in einem Erdloch von amerikanischen Soldaten entdeckt und festgenommen. Man stellte ihn vor Gericht wegen seiner zahllosen schlimmen Taten, nun wurde er jüngst für die Vernichtung von 148 Schiiten 1982 im irakischen Dorf Dudschail zum Tode verurteilt, das Urteil muss bald vollstreckt werden. Erwartungsgemäß wird das Urteil sehr unterschiedlich aufgenommen, die einen halten es für gerecht, die anderen für unmenschlich und durch ein unsachgemäßes Verfahren zustande gekommen. Tja, dann will ich mal versuchen, meine Meinung zu erklären: Zuerst einmal möchte ich denjenigen, die kritisieren, der Prozess sei nicht fair gewesen, etwas sagen. Unter einem fairen Prozess verstehe ich vor allem, dass das Urteil nicht vorgefasst ist, sondern das der Richter sich alle Argumente und Beweise der Verteidigung und der Anklage anhört, dann auf schuldig oder unschuldig entscheidet und dann das Strafmaß festsetzt. Im Falle von Hussein war dies nicht gegeben, konnte nicht gegeben sein, er konnte gar keinen fairen Prozess bekommen. Man braucht kein Gericht und keinen Prozess, um Husseins Schuld an zahllosen Verbrechen nachweisen zu können, in dem Augenblick, als der Gerichtsprozess um ihn begann, lag auch schon das Urteil vor, einfach aus der Sache selbst heraus: SCHULDIG! Das Gericht war unnötig, die Verbrechen Husseins zu beweisen, jeder ehrliche Mensch muss dies zugeben. Für seine unzähligen schlimmen Taten muss er bestraft werden. Die Frage ist nur, wie? Das momentane Urteil lautet Todesstrafe. Ich kann das Urteil verstehen, wie viele Menschen mag er unglücklich gemacht und getötet haben? Keiner auf dieser Welt kann dies sagen... Allerdings, ist es wirklich eine Lösung, Hussein zu töten? Tatsache ist, seine Opfer werden dadurch nicht wieder lebendig, sie bleiben tot oder verletzt. Der einzige, unmittelbare Erfolg wäre, dass er persönlich niemandem hier mehr schaden könnte. Allerdings vermute ich, dass sein Tod schlimme Folgen haben könnte, denn noch immer hat er viele Anhänger und die Gewalt im Irak wird sich wahrscheinlich dadurch nochmal erhöhen. Ich selbst bin generell gegen die Todesstrafe, schon allein, weil ihr Nutzen einfach zu gering ist, um sie zu rechtfertigen, vor allem aber aus religiösen Gründen bin ich dagegen. Ich bin Christ und im Christentum wird gelehrt, dass jeder Mensch etwas besonderes ist und das man ihn nicht töten darf, außer im äußersten! Notfall. Jedes Leben ist kostbar, auch jenes von Hussein. Dieser Teil meiner Religion ist wirklich ungeheuer schwer, es ist nur menschlich, dass man solch bösen Personen wie Saddam Hussein den Tod wünscht, aber man sollte es nicht, denn es ist etwas wirklich großes, zu töten(und ich meine nicht nur Menschen, auch Tiere und Pflanzen), ein Vorgang, dessen Tragweite man sich bewusst sein muss. Wenn man tötet, löscht man ein Leben aus, einen wichtigen Teil unserer Welt...Deshalb bin ich dagegen, einfach aus Rache, zur Strafe zu töten, ich dulde die Tötung eines lebenden Wesens nur, wenn es zum Erhalt anderen Lebens unumgänglich ist, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Trotzdem, wie ich schon am Anfang sagte, Saddam Husseins Urteil musste von vornherein für seine Taten auf schuldig lauten, eine Strafe musste von vornherein erfolgen, deshalb sind die Einwände, es sein kein fairer Prozess gewesen, nichtig. Statt ihn zu töten, empfehle ich aber, ihn einfach für den Rest seines Lebens vor der Öffentlichkeit wegzusperren. Er soll daran gehindert werden, jemals wieder eine schlimme Tat zu begehen, indem man ihn unter Bewachung bis zu seinem Ableben an einen ausbruchssicheren Ort bringt, wo er menschenwürdig seine Tage verbringen kann(auch wenn er diese Würde durch sein Verhalten schon lange verloren hat). So denke ich zumindest als Christ, Todesstrafe nein, Lebensstrafe ja, auf jeden Fall, Hussein MUSS einfach daran gehindert werden, jemals wieder etwas böses zu tun. Allerdings wird es mir nicht einfallen, die Betroffenen zu kritisieren, die Saddam Husseins Tod wollen, weil sie Leid durch ihn erlitten haben, ich kann sie verstehen, doch ist ihre Sichtweise nicht die Meinige.

Trotz des ernsten Themas wünsche ich noch allen ein frohes neues Jahr

30.12.06 00:33, kommentieren