Schuldkult

Und wieder einmal ist es Zeit für Backlash ... Für dieses Mal hab ich mir das Thema ausgesucht, das Nitzsche das Genick gebrochen hat. Zur Erinnerung: Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Sachsen hatte im Sommer in Bezug auf den Umgang mit der deutschen Vergangenheit in Sachen Nationalsozialismus von einem Schuldkult gesprochen. Daraufhin und auch wegen seiner wirklich dummen Äußerungen, die Berliner Regierung um Wowereit als schwule Multikultis zu bezeichnen, wurde er scharf angegriffen, als Rechtsradikaler bezeichnet und schließlich zur Niederlegung seines Kreisvorsitzes und dem Austritt aus der Partei gedrängt. Soweit so gut, nun zur Bewertung: Die Bezeichnung der Berliner als schwule Multikultis war bescheuert, keine Frage. Sowas tut man, nicht nur aus Klugheit, sondern weil sich sowas einfach nicht gehört, das widerspricht jeglichen Regeln des guten Umgangs miteinander. Die andere Sache ist es, auf die ich hinaus möchte, der Schuldkult. Meine Ansicht ist, das Nitzsche damit durchaus recht hat. Manchmal hab ich das Gefühl, dass uns eingeredet werden soll, das die Deutschen auf ewig verflucht sein sollen, wegen den schrecklichen Taten der Nationalsozialisten. Die Politiker sagen es, die Menschenrechtsorganisationen sagen es, andere Staaten sagen es... Die Konsequenz, die daraus gezogen wird, ist die, dass ein Deutscher, der kritisiert, manche Ausländer, die hier herkommen, würden uns bloß abzocken wollen, gleich ein böser Nazi ist. Warum? Weil die Nazis damals alle Nichtdeutschen als minderwertig empfanden und sie töteten oder sonstwas schlimmes mit ihnen anstellten.  Wenn ein Deutscher das Vorgehen der Israeliten kritisiert, dann wird er ebenfalls schon wieder angegriffen, weil diese hier aufgrund ihrer furchtbaren Erlebnisse eine Art Freischein besitzen. Warum? Ja, deutsche Vergangenheit, unzählige Juden wurden getötet. Versteht mich bitte nicht falsch, es liegt mir fern, die Taten der Nazis zu verharmlosen, was diese getan haben, war die mieseste Nummer, die es in Deutschland je gab und es macht mich wütend, weil ich genau weiß, dass ein echter Deutscher ein netter Kerl ist, er ist hilfsbereit, arbeitssam, freundschaftlich und verlässlich (und es interessiert ihn einen verfaulten Apfel, wie sein Freund aussieht oder was der glaubt, wenn er nur ein guter Mensch ist). Aber ich finde es einfach schwachsinn, für etwas geradestehen zu müssen und ewig für etwas Nachteile zu haben, was nicht mal mehr mein Großvater begangen hat und wogegen ich gekämpft hätte. Ich sehe nicht ein, warum ich ein Rechter bin, wenn ich mich von einem Ausländer der betrügerischen Sorte (man erinnere sich an einen vorigen Beitrag, wo ich klar zwischen guten und nicht guten Ausländern unterschieden hab) nicht weiter abziehen lassen möchte. Und ich sehe es auch nicht ein, warum ich ein Rechter sein soll, wenn ich das Vorgehen der Israelis gegenüber den Palästinensern kritisiere. Erklär mir das bitte mal einer!  Rechte sind diese dummen Glatzköpfe, die zwar kaum ihren eigenen Namen schreiben, dafür aber ,,Ausländer raus" brüllen können, ohne das sie überhaupt richtig kapieren, was sie da schreien.  Diese Idioten sollten sich schämen, aber doch nicht die normalen Deutschen. Wir müssen endlich mal damit aufhören, uns immer für etwas schuldig zu fühlen bzw. uns die Schuld für etwas einzureden, was der Großteil unserer Bevölkerung gar nicht verschuldet hat und bei dem selbst unsere alten Mitbürger oft noch Kinder oder junge, unerfahrene Menschen waren. Mit der Mentalität, das wir immer dafür gerade stehen müssen, verbauen wir uns alles und sie ist Schwachsinn. Ich jedenfalls fühle mich nicht für die Verbrechen der Nazis schuldig, ganz einfach deshalb, weil ich nie an ihnen beteiligt war und ich denke, auch alle anderen, die niemals die Verbrechen der Nazis begangen haben, brauchen sich nicht schuldig fühlen. Dieser Mantel muss abgeworfen werden und wir sollten wieder ein vernünftiges, normales Verhältnis zu den Angehörigen anderer Nationen und Glaubensrichtungen bekommen, dies ist das Beste für alle, ohne unsinniges fertigmachen von sich selbst!
 

17.12.06 20:44, kommentieren

Glaubenskriege

Hallo, wieder einmal ist es Zeit für Backlash. Vor dem Hintergrund der wachsenden Glaubenskonfrontationen halte ich es für gerechtfertigt, auch dazu mal etwas zu sagen. Hauptsächlich spielt sich ja der Kampf zwischen Christentum, Islam und zum Teil noch Judentum ab. Immer wieder die alte, lasche Frage, wer betet Gott richtig an, welche Religion ist besser, wen hat Gott lieber? An alle durchgedrehten Fanatiker da draußen, ihr solltet euch mal was klar machen. Ich denke, es interessiert Gott nicht im geringsten, ob ihr dauernd in die Kirche und zur Beichte lauft, ob ihr euch ein paarmal am Tag auf den Boden schmeißt oder sonst was tut. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann geht es bei allen großen Religionen im Grunde um Liebe, um Hilfe gegenüber seinen Mitbewohnern auf diesem Planeten, es geht einfach darum, Gutes zu tun. Moslem, Jude, Christ, völlig belanglose Worte, von einfachen Menschen erfundene Worte. Was einzig und allein zählt sind die Handlungen der Menschen. Ich denke, Gott schaut nicht darauf, ob jemand Christ oder Moslem heißt, sondern er schaut darauf, wie man sich verhalten hat, ob man gut zu seinen Mitmenschen, zu Tieren und Pflanzen war (denn auch sie gehören zu den Lebewesen). Das ist der springende Punkt. Hat man jemandem, der Hilfe brauchte, geholfen, hat man Leidenden Gutes getan, Trauernde getröstet usw. Es muss nochmal wiederholt werden, der Punkt ist nicht, welcher Religion man angehört, das Essentielle ist, wie man sich verhält. Wenn man ein guter Mensch gegenüber den anderen Lebewesen ist, dann macht es nicht den geringsten Unterschied, wie man sich nennt. Wir müssen mit diesem Schwachsinn aufhören, uns gegenseitig wegen Glaubensfragen zu bekriegen, die Energie, die dabei nutzlos verloren geht, könnte man in die Lösung der wirklichen Probleme wie gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Armut stecken, anstatt sie in sinnlosen Glaubenskämpfen zu vergeuden. Warum sollten Muslime, Christen, Juden und alle Anderen, die gute Menschen sind, nicht zusammen arbeiten können, nicht zusammen gut sein und meinetwegen auch auf ihre Weise ihrem Herrn dienen können? Mir persönlich macht es nichts aus, zusammen mit Menschen aus anderen Religionen etwas zu unternehmen und zusammen zu beten. Noch einmal (man kann es nicht oft genug wiederholen), es macht keinen Unterschied, ob man sich Muslim, Christ oder sonstwie nennt, es macht keinen Unterschied, ob man aus dem Christentum oder dem Islam kommt, das einzig Wichtige ist, das man gut zu seinen Mitlebewesen ist. Der wahre Glaube ist, gut zu andere Lebewesen zu sein, dann tut man wirklich, denke ich, was dem Herrn gefällt.

10.12.06 00:27, kommentieren

Investivlohn

Hallo, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Backlash. Aufgrund meiner bisherigen Ausgaben könnte man ja glauben, dass ich grundsätzlich über Ideen von Politikern meckere. Aber das ist Quatsch, eine der neuesten Ideen, nämlich die des Investivlohns, finde ich klasse! Natürlich nur, wenn sie richtig umgesetzt wird. Fangen wir mal an, die Idee des Investivlohns ist, dass die Angestellten eines Unternehmens zusätzlichen Lohn erhalten, wenn das Unternehmen Gewinn macht, Beispiel: man bekommt einen Festlohn von 1200€ und weil das Unternehmen gut Kasse macht, gibt es noch 300€ extra. Das ist tatsächlich kein übler Plan, die Vorteile liegen klar auf der Hand, so wie ich das sehe. 1. Wenn die Angestellten(ich unterscheide übrigens nicht zwischen Angestellten und Arbeitern) wissen, es gibt bei steigendem Gewinn auch mehr Lohn für sie, werden sie bestimmt auch mit mehr Freude und Tatkraft an ihre Arbeit gehen. Das bedeutet, dass das Unternehmen seinen Gewinn um ein beträchtliches steigern kann, ohne das die vergleichsweise kleineren Lohnextrazahlungen den Gewinn groß schmälern. Mit anderen Worten, ein Teil unserer Wirtschaft verbessert sich erheblich. 2. Die Menschen selbst haben mehr Geld in der Hand, können sich daher ein besseres Leben ermöglichen, mal wieder in den Urlaub fahren, für wichtige Dinge wie das Studium sparen oder einfach schon lange gewollte Anschaffungen vornehmen(was auch wieder der Wirtschaft zu Gute kommt, als kleine Info am Rande für die Wirtschaftsleute). Insgesamt denke ich, dass der Investivlohn die Wirtschaft und den Lebensstandard enorm verbessern könnte, wovon alle etwas haben. Dennoch will das How-To überlegt sein. Es gibt ja z.B. Überlegungen, den Angestellten ihren Zusatzlohn in Aktien auszuzahlen, was aber etwas heikel ist, denn sollten die Aktien ihren Wert verlieren, dann lösen sich auch die neu bekommenen Gelder in Luft auf und alles ist wie vorher. Nein, ich denke, man sollte sich auf andere Arten verlegen, etwas gutes wäre vielleicht, den Zusatzlohn direkt auszuzahlen oder, je nachdem, wie die Angestellten es gerne haben mögen, das zusätzliche Geld für das Alter aufzusparen. Aber natürlich gibt es auch wieder Schwarzseher, heute las ich in der Zeitung, dass einige Personen glauben, der Investivlohn vernichte Arbeitsplätze, da Unternehmen Lohn und Arbeiter grundsätzlich als Kostenfaktor ansehen. Ich denke, die Verantwortlichen sollten von der Idee runterkommen, denn Tatsache ist doch, dass ein Unternehmen ohne Menschen nicht funktionieren würde, so weit sind wir noch nicht. Und Tatsache ist auch, dass Unternehmen nur dann Gewinn machen können, wenn sie etwas verkaufen, an zahlende Kunden. Wer macht den größten Anteil an Kundschaft aus? Genau, die Angestellten! Wenn diese nicht anständig bezahlt werden, dann können sie auch nichts kaufen und die Unternehmen keinen Gewinn erzielen. Sieht man sich jetzt mal die andere Möglichkeit an, ihnen mehr Geld zu geben, wenn es den Unternehmen gut geht, dann werden sie das mit Sicherheit nicht irgendwo horten, sondern sie werden es wieder für die Produkte, die sie hergestellt haben, ausgeben. Ein anständiger Gewinn ist nur bei anständiger Bezahlung möglich! Meiner Meinung nach wird der Investivlohn, richtig angepackt, eine Menge Gutes für unsere Gesellschaft, unseren Lebensstandard und unsere Wirtschaft bringen.

1 Kommentar 3.12.06 18:49, kommentieren

Der Minderwertigkeitskomplex

Hallo, willkommen zu einer neuen Ausgabe von Backlash . Mir ist eben, nachdem ich ein Sabine Christiansen geschaut habe (hey, sie behandelt nunmal aktuelle Themen, ay?) etwas aufgefallen, wie man schon aus dem Titel entnehmen kann. In unserer Gesellschaft existiert ein massiv schädlicher Minderwertigkeitskomplex, den ich zu einem nicht unerheblichen Teil als Grund für die berühmte Null-Bock-Mentalität bei vielen Mitgliedern unserer Gesellschaft sehe. Jeder sieht die Probleme, man müsste blind sein, um sie nicht wahrnehmen zu können, aber so sehr man sich auch darüber aufregt, immer wieder kommt man zu dem Punkt, wo man fragt:,, Was kann ICH schon tun? Hat doch eh keinen Sinn...". Viel zu wenig Leute haben den Mut, nicht nur zu reden, sondern auch anzupacken, weil sie sich nichts zutrauen, weil sie vor dem möglichen Berg von Arbeit kapitulieren, bevor sie überhaupt begonnen haben. Warum, frage ich euch?! Wir müssen mal etwas klarstellen, wir, jeder einzelne, DU, können positive Veränderungen bewirken, wenn wir uns zusammennehmen, wenn DU dich zusammennimmst. Ich weiß, es ist schwierig, mal etwas zu mehr und vor allem für Andere zu machen, besonders, wenn man selber dadurch unter Umständen etwas zurückstecken muss. Oh und natürlich könnten wir ja auch mal gewinnen, nicht auszudenken, oder? Ich mein, man bekommt immer nur vorgesagt, dass man nichts bewirken kann, da man nur ein einzelnes, verdrehtes kleines Individuum in der großen Gesellschaft ist. Wir bekommen immer wieder eingetrichtert, dass wir alleine nichts bewirken können, bis wir es selbst glauben. Bis wir fest daran glauben, dass wir Luschen sind, nichts gegen die Probleme in der Gesellschaft wie Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Integrationsprobleme von Ausländern unternehmen können und nur noch darauf warten und hoffen, dass eines Tages mal ein Messias kommt, der alles richtet. Soll ich euch was sagen? Dieser Messias kommt nicht! IHR müsst der Messias sein, der die Arbeitslosigkeit und die Integrationsprobleme angeht, es macht keinen Sinn, nur darauf zu warten und zu hoffen, dass die Politiker und Wirtschaftsmagnaten alles richten. Und ihr, KÖNNT es, lasst euch nichts vom Gegenteil einreden. Kriegt endlich mal euren Hintern hoch Leute, geht raus und macht etwas! Versucht zum Beispiel, Jobs aufzutreiben und gründet dann eine Art Jobbörse, geht zu Leuten hin, die Arbeit brauchen und wollen, verschafft ihnen die Jobs. Oder geht los in Gegenden, wo ihr eigentlich lieber nicht hin möchtet, sagen wir mal, ein eingeschworenes Ausländerviertel, lernt die Leute kennen, redet mit ihnen ganz normal und freundlich, sucht mit ihnen gemeinsam Arbeit. Es ist fast egal, was ihr versucht, nur müsst ihr wirklich etwas Positives erreichen wollen, ihr müsst ehrlich und pragmatisch sein. Ihr wollt in einer sicheren Gesellschaft mit möglichst wenig Problemen leben, dann tut etwas dafür, immer nur zu warten ist der falsche Weg. Fragt nicht immer nur, was Andere gegen die Probleme in unserer Gesellschaft tun sollten und könnten. Fragt, was IHR machen könnt, was DU machen kannst. Und dann tut es, zieht es durch, lasst euch nicht verarschen. Tatsache ist, dass ihr wirklich gute Leute seid, die mit Fleiß auch wirklich gute Erfolge erzielen können! Es gilt für jeden, der dies hier ließt, DU kannst etwas bewirken, wenn du dich anstrengst, MACH etwas aus dir und anderen Leuten, du musst nur von dieser dämlichen Einstellung los kommen, dass du nichts erreichen könntest. Noch einmal, IHR könnt positive Erfolge erzielen, DU kannst positive Erfolge erzielen, WIR können es. Sprecht es ruhig laut aus! Ihr begeht nur dann einen Fehler, wenn ihr euch weiter unterkriegen lasst, wenn ihr weiter nur darauf wartet, dass jemand anderes schon die Probleme regeln wird. Verbreitet ruhig die Message! Ich werde damit anfangen, etwas zu unternehmen, tut ihr es auch, ich weiß, es ist schwer, aber ihr könnt es, wir können es, wir können die Probleme lösen, die es in unserer Gesellschaft gibt!

26.11.06 23:30, kommentieren

Verbote von NPD und ,,Killerspielen

Hi, wieder einmal hab ich etwas diskutables gefunden. Schon seit langem wird immer wieder in der Politik gefordert und überlegt, die NPD zu verbieten. Grundsätzlich hört es sich ja ganz gut an, den Nazis zu verbieten, in unserem demokratischen Ländchen ihre Organisation zu erschweren und ihnen die Bühne für ihre Propaganda zu nehmen. Aber durch ein einfaches Verbot der Partei wird das Problem des Rechtsextremismus nicht gelöst! Nehmen wir mal an, die Nationalistische Partei Deutschlands wird verboten. Damit wurde im Grunde nichts weiter als drei Wörter verboten. Denn in Deutschland darf JEDER eine Partei aufmachen, der deutscher Staatsbürger ist. Was also hindert die alten NPD-Mitglieder, sich einfach in einer neuen Partei wieder zusammenzufinden? Z.B. PDN, Partei Deutscher Nationalisten oder so ähnlich. Man kann ja schlecht ein Verbot aufstellen, nachdem Herr Müller, Meier, Poller usw. niemals mehr alle zugleich Mitglied in einer Partei sein dürfen, sowas ist nicht machbar und es würde auch massiv unsere hochgelobten Grundrechte angreifen. Und ich frage mich allen ernstes: Sind wir denn wirklich schon so wehrlos, dass uns guten Leuten nichts anderes einfällt, als eine Herausforderung oder eine Gefahr einfach zu verbieten, anstatt ihr entgegenzutreten? Können wir wirklich nur noch einfach sagen:Was, ihr seid gegen Demokratie und gegen unsere Werte? Äh, was wir dagegen machen wollen? Ähm, wir verbieten euch einfach, genau!. Sowas halte ich für peinlich, wenn unsere Demokratie und unsere Grundwerte tatsächlich so gut sind und wir uns mutig und pragmatisch verhalten, dann haben wir es gar nicht nötig, die NPD zu verbieten. Sie würden ein Verbot lediglich ausnutzen, etwa in der Hinsicht, dass man sich nicht mal nach den eigenen Regeln mit ihnen auseinandersetzen könnte. Fazit: Ein Verbot der NPD allein hat keine wirklichen Auswirkungen auf das eigentliche Problem des Rechtsextremismus. Unkraut wird man nicht dadurch endgültig los, das man es einfach mal abfackelt, dadurch verschwindet es nur oberflächlich. Unkraut wird man dadurch los, dass man geduldig dagegen arbeitet und ihm die Nahrung entzieht. Genauso sieht es mit dem Rechtsextremismus aus, man muss ihm dadurch die Nahrung entziehen, dass die von den Rechten angeprangerten Verhältnisse zufriedenstellend verändert werden, dann löst sich das Problem von allein. Und nun noch kurz zu einem anderen, erneut diskutierten Verbot: Nach dem Amoklauf dieses Typen am Montag in einer Realschule in Emsdetten kommt, wie nach fast jedem Amoklauf übrigens, wieder einmal die Diskussion auf, ob man ,,böse Killerspiele" wie Counterstrike oder andere Games verbieten oder zumindest indizieren sollte. Wozu, frag ich mich? Erst mal zum Indizieren, für die, die es nicht wissen: Es bedeutet kurz gesagt, dass Spiele oder Filme erst ab 18 gekauft werden dürfen und das Werbung dafür verboten ist. Wer es noch nicht gemerkt hat, der Erfurt-Amokläufer und der Emsdetter waren beide über 18, konnten also ganz legal diese Spiele besitzen. Die meisten Amokläufer sind volljährig, das Indizieren würde also keine Auswirkungen haben. Also weiter, wie wäre es mit einem echten Verbot? Auch das ist meiner Meinung nach Unsinn! Hat denn bisher ein Verbot davon abgehalten, derzeit verbotene Spiele sich unter der Hand zu besorgen? Natürlich nicht, es ist eine Kleinigkeit, auf Partys mal das eine oder andere Spielchen auszutauschen. Man bedenke auch mal den Reiz des Verbotenen, der von einem nicht erlaubten Spiel ausgeht, erst Recht nach einem Verbot wird es in Umlauf kommen. Aber davon hat weder die Wirtschaft noch der Staat noch sonst jemand etwas(außer vielleicht den Spielern selbst, logo). Millionen an Geldern, die man zu vielen guten Zwecken verwenden könnte, gingen durch die Lappen, man würde eine Menge Leute zu Straftaten regelrecht verführen und vor allem würde die Kontrolle immer schwieriger werden. Es macht überhaupt keinen Sinn, solche Spiele wie Counterstrike zu verbieten, weil das Verbot unwirksam ist, lediglich öffentlich darf man sie dann nicht mehr besitzen und die Wenigsten lassen sich davon abhalten. Ein Verbot ist teuer, zeit- und personalaufwendig und besitzt nur einen minimalen Wirkunsgrad. Ich denke, es macht viel mehr Sinn, auf andere Methoden zu setzen, darauf, den Leuten Perspektiven zu geben, einfach ihre Möglichkeiten zum Leben zu verbessern. Jemand, der einen guten Job hat, jemand, der Sport treiben oder sich sonstwie betätigen kann, der geht nicht los und knallt Menschen ab, sondern er freut sich seines Lebens. Die Gesamtlebensumstände für die jungen Leute in Deutschland müssen einfach perspektivreicher werden und sich verbessern, dadruch beugt man solch schrecklichen Taten mehr vor als durch ein Verbot!

 

1 Kommentar 24.11.06 23:38, kommentieren

Ausländer in Deutschland

Hi, wieder einmal machen interessante Themen die Runde und heute hab ich mich einmal für die Diskussion um das Bleiberecht von Ausländern und deren Leben hier in Deutschland entschieden. Zum einen geht es darum, ob Ausländer, die schon seit Jahren hier in Deutschland leben, aber keine wirkliche Aufenthalterlaubnis, sondern nur eine Duldung besitzen, noch bleiben dürfen. Die Rede ist davon, dass sie dem Staat auf der Tasche liegen und damit jedem, der arbeitet und seine Steuern und Sozialbeiträge zahlt, denn bekanntlich bekommt ja in Deutschland jeder, der es braucht, Hilfe in sozialen Angelegenheiten. Ich finde, diese Aussage ist einseitig. Klar, viele arbeitslose Ausländer leben auf Kosten des Staates und auf unsere Kosten, aber viele haben auch gar keine andere Wahl. Tatsächlich ist es so, dass sie nicht unbedingt alle nicht arbeiten wollen, sonder das sie es nicht dürfen! Ein Ausländer, dessen Asylverfahren läuft oder der in Deutschland geduldet wird darf weder arbeiten noch seine Stadt verlassen, in der sein Asylantrag läuft oder für den seine Duldung gilt. Aber was sind das für Perspektiven? Schlechte! Nun sollen diejenigen, die schon Arbeit haben oder sie sich bis September nächsten Jahres besorgen können, ja trotzdem in Deutschland bleiben können, aber ein Problem ist auch, dass sie keine Arbeit bekommen und was ist es schließlich für eine unfaire Sache, zu sagen: Du darfst hier bleiben, wenn du Arbeit hast. Allerdings darfst du nicht arbeiten und selbst wenn du es dürftest, es gibt keine Arbeitsplätze. Hört sich das nicht dumm an? Genau so denken auch viele Ausländer, die sich um Arbeit und Integration bemühen, weil sie sehen, dass sie hier eine Chance haben könnten. Also die Frage: Sollen Ausländer ein Bleiberecht erhalten? Ja, meiner Meinung nach sollten sie es, wenn sie sich bemühen, wenn sie arbeiten und nicht nur abzocken wollen, wenn sie sich einleben und so weiter. Ich bin sicher, die Meisten wollen auch wirklich etwas tun, denn ich stelle es mir nicht gerade rühmlich vor, wenn man nur vom Großmut anderer Leute und auf deren Kosten lebt. Womit wir bei einem weiteren Thema wären: Auf Kosten anderer Personen leben. Sicher lest ihr Zeitung, ganz groß stand letztens drin, dass Ausländer mit dreisten Tricks den Staat und damit auch uns abzocken. Damn, das macht wütend, nicht wahr? Wir arbeiten hart und die betrügen uns mit allen nur erdenklichen Mitteln, bringen uns um unser Geld und führen uns in unserer Gutmütigkeit mit den Sozialsystemen an der Nase herum. Das hat viele Leute in Deutschland sehr, sehr wütend gemacht. Zurecht. Aber nicht nur Deutsche, sondern auch den Großteil der Ausländer, die es ehrlich versuchen, die immer wieder zum Arbeitsamt laufen und nach einer Stelle fragen, die in die Sprachkurse gehen und die sich integrieren wollen. Welcher Deutsche wird schon gerne mit, sagen wir mal, Nazis gleichgesetzt, nur weil er Deutscher ist? Genau, keiner, genauso geht es den ehrlichen Ausländern, sie wollen nicht mit den Betrügern gleichgesetzt werden, nur weil auch sie aus einem anderen Land stammen. Mein Rat: Es müssen mehr Leute zur Überprüfung bereitstehen. Warum geben wir nicht den ehrlichen Ausländern den Job, die Unehrlichen Betrüger zu erwischen und damit zu zeigen, dass nicht alle Ausländer schlecht sind? Die Betrüger sollten rausgeworfen werden, nicht diejenigen, die es ehrlich versuchen. Und nun noch ein paar kurze Worte zur Integration: Integration wird in Deutschland sehr häufig diskutiert. Wer ist schuld, wer hat was versäumt, Ausländer oder Deutsche? Beide! Es gab wirklich zu wenig Unterstützung für integrationswillige Ausländer, in der Angelegenheit muss dringend etwas nachgeholt werden von Seiten des Staates. Und auch wir selbst müssen etwas toleranter und netter sein, wir müssen die Ausländer ganz normal freundlich behandeln, wie wir auch selbst gerne behandelt werden. Die Guten müssen unterstützt werden! Aber wie gesagt, es gehören zwei dazu. Auch Ausländer müssen ihren Teil zur Integration beitragen. Wenn sie nach Deutschland kommen und vor allem, wenn sie hier bleiben wollen, dann gibt es nun mal gewisse Regeln, an die auch sie sich zu halten haben. Wenn man in einem Land leben will, dann sollte es selbstverständlich sein, dass man die Sprache lernt, es sollte selbstverständlich sein, sich an die geltenden Gesetze zu halten, sich gut zu benehmen und sich genügend anzupassen. Das bedeutet keine Aufgabe der Identität, nicht umsonst steht beispielsweise die Religionsfreiheit gleich am Anfang des Grundgesetztes, jeder darf hier seinen eigenen Glauben haben, so lange er damit niemanden verletzt. Wie gesagt, sich integrieren heißt nicht, seine Identität aufgeben, es heißt, sich mit seinen Mitmenschen zu arrangieren und sich mit ihnen zu befreunden. Wenn beide, wir und in unserem Namen auch der Staat und die Ausländer beide ehrlich an einem friedlichen Zusammenleben arbeiten, dann sind wir ein gutes Land und beide Seiten sind zufrieden. Die betrügerischen Ausländer sollten nicht in Deutschland bleiben und unsere Leistungen in Anspruch nehmen dürfen, diejenigen aber, die gerne mit uns zusammenleben wollen, sich um Arbeit und Sprache bemühen und versuchen, sich an unsere Gesetze zu halten, sollten gefördert werden, sie haben es verdient! Jeder sollte seine Chance erhalten.

16.11.06 22:17, kommentieren

Der nächste Bericht

Hey ihr Leser, ich wollte nur kurz mal vorbeischauen und verprechen, dass nach der Ruhe in den letzten Tagen (damn viel zu tun) morgen mit großer Sicherheit wieder ein Eintrag folgt, diesmal hab ich mich für das Thema Asylabzocke, Bleiberecht usw. entschieden, ihr wisst schon, die Diskussion, dass angeblich viele Ausländer dem Staat das Geld aus der Tasche ziehen und uns andere Leute betrügen. Freut euch schon mal darauf
 

15.11.06 21:20, kommentieren